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Grillspass – Was zu beachten ist

Die Grillsaison hat begonnen, ab ins Freie! Nicht immer sind die eigenen Nachbarn glücklich darüber, wenn nebenan grilliert wird. Wir verraten Ihnen, was erlaubt ist und wie Sie Knatschereien mit den Nachbarn vermeiden.

Mietvertrag und Hausordnung

Im Mietrecht gibt es keinerlei „grillspezifische“ Regelungen. Aber Vermieter können das Grillieren im Mietvertrag und in der Hausordnung einschränken. Wir empfehlen nachzuschauen, ob das der Fall ist. Wenn nichts steht, ist das Grillieren auf Balkon, Terrasse oder im Garten grundsätzlich erlaubt. Das ist nun allerdings kein Freipass, seine Nachbarn beliebig einzuräuchern. Denn Mieter haben eine Rücksichtspflicht. Das gilt auch fürs Grillieren. Wer dagegen verstösst, muss damit rechnen, dass der Vermieter gegen übermässige Rauch- und Geruchsbelästigung einschreitet. Denn wenn sich andere Mieter beschweren, muss die Verwaltung reagieren. Tut sie es nicht, können Mieter sogar Druck auf die Verwaltung ausüben.

Neben etwaigen Regelungen im Mietvertrag gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, wobei diese keine Einbahnstrasse ist. Denn es geht einerseits nicht an, dass man die lieben Nachbarn ständig «zuqualmt». Aber andererseits ist das Grillieren ja meist erlaubt, weshalb es von Mit-Mietern eben auch hingenommen werden muss, solange es keine wirklich störenden Nebeneffekte wie starker Qualm oder aufdringliche Gerüche mit sich bringt. Hier empfiehlt der Grillspass-Knigge deshalb allen Grill-Fans, Häufigkeit und Dauer ihres Lieblings-Hobbys im Interesse der Nachbarn nicht zu übertreiben, während Grill-Gegner eine gewisse Grosszügigkeit an den Tag legen sollten. Bei häufigem Grillieren sollte man darauf achten, Nachbarn so wenig wie möglich zu stören. Denn wenn z.B. über ein offenes Fenster starker Qualm in die Nachbarwohnung dringt, fühlen sich die Bewohner zu Recht belästigt. Stichwort «Rücksicht»

Ob sich beim Grillieren mehr oder weniger Rauch entwickelt, hat mit Grill und den Kochkünsten des Grillkoches zu tun. Grillieren ist Lebensfreude pur, aber auch ein Hobby, das viel Rücksicht verlangt. Bild © www.deavita.com (CC BY-ND 3.0)

 Bild © www.deavita.com (CC BY-ND 3.0)

 

Tipps für rauchfreies Grillieren beherzigen

Ein noch friedlicherer Grillsommer steht gemäss Grillspass-Knigge bevor, wenn Grillköche folgende Ratschläge beherzigen:

  • Gehen Sie sparsam mit Kohle und Anzündern um
  • Verbrennen Sie NIE behandeltes oder frisches Holz
  • Verfeuern Sie keine Hausabfälle
  • Lassen Sie möglichst wenig Fett und Marinade in die Glut tropfen
  • Grillieren Sie Fleisch am besten in einer Alufolie
  • Reinigen Sie den Grill nach jeder Benutzung gründlich, sonst sorgen alte Grillgut-Reste beim nächsten Grillieren für Rauchentwicklung.

Nachtruhe respektieren oder Nachbarn informieren

 Die gesetzliche Nachtruhe muss egal unter welchen Umständen, eingehalten werden. Die Nachtruhe kann zwar von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt sein, dauert aber im Allgemeinen von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens. Wenn die Grillparty bis nach 22 Uhr dauert, wird empfohlen, die Nachbarn frühzeitig einzubinden. Informieren Sie sie über den Zeitpunkt der Party und darüber, dass es etwas lauter werden könnte. Geben Sie den Hinweis, dass man Sie jederzeit (z.B. per Handy) informieren kann, wenn der Lärmpegel zu laut ist. Im Idealfall laden Sie die Nachbarn einfach mit zur Grillparty ein.

Mit gegenseitigem Respekt und etwas Toleranz von allen Seiten geht’s beim sommerlichen Grillieren auch ohne Streit. Bild © www.deavita.com (CC BY-ND 3.0)

Falls Sie kein Grillier-Fan sind und sich durch das häufige Grillieren Ihres Nachbarn eher gestört fühlen, suchen Sie laut am besten das Gespräch mit ihm. Erklären Sie möglichst ruhig, was Sie stört und suchen Sie nach Lösungen, indem auch Sie sich kompromissbereit geben. Meist müssen beide Seiten etwas nachgeben und einander entgegenkommen. Wenn das nichts bringt, halten Sie am besten schriftlich fest, was wann genau passiert ist und melden sich beim Vermieter. Dieser kann nur handeln, wenn er möglichst konkrete Anhaltspunkte hat. Bitten Sie den Vermieter möglichst sachlich, dafür zu sorgen, dass die Störungen durch den Nachbarn aufhören.

Clever sparen und Träume verwirklichen

Zürich, 12.05.2017 – Für viele Schweizer ist es ein Traum die eigenen vier Wände zu besitzen. Jedoch machen Banken für die Hypotheken strengere Auflagen als früher und die Preise auf dem Immobilienmarkt sind zurzeit relativ hoch. Falls Sie jetzt eine Immobilie kaufen wollen, gilt daher: Zuerst rechnen und sparen, dann kaufen!

Lautet eines ihrer obersten Lebensziele «Immobilie kaufen»? Viele Leute träumen schon ein halbes Leben lang davon. Andere wollen den Schritt zum Wohneigentümer erst etwas später wagen. Doch das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den letzten Jahren verändert: Die Kaufpreise von Immobilien sind an den meisten Orten stark gestiegen. Früher kostete ein durchschnittliches Eigenheim vielleicht 600’000 Franken. Bei einem geforderten Eigenkapitalanteil von 20 Prozent genügten also 120’000 Franken Ersparnisse, um seine Wohnträume verwirklichen zu können.

Mehr eigenes Geld 

Vor allem an guten Lagen sind die Preise in den letzten zehn Jahren enorm gestiegen. Im Raum Zürich, in der Region Genfersee oder in anderen besonders beliebten Regionen kostet eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus heute schnell einmal 1 oder 1,5 Mio. Franken. Manchmal liegen die Preise noch höher: Im Raum Zürich muss für Wohneigentum mit drei und mehr Zimmern heute mit einem Kaufpreis von mindestens 1,5 Millionen Franken gerechnet werden. Die dafür benötigten Eigenmittel klettern damit in eine Grössenordnung von 300’000 Franken – öfters doppelt so viel wie früher.

Wer im Hinblick auf den Traum Wohneigentum Geld beschaffen will, sollte vorab zwei unterschiedliche Varianten unterscheiden:

Variante 1: Sie wollen relativ bald, Wohneigentümer werden.
Variante 2: Sie peilen das Ziel längerfristig an und wollen schon in jungen Jahren finanzielle Mittel sparen, um Ihren privaten Wohntraum später verwirklichen zu können.

Analysieren wir zuerst Variante 1: Eine kurze Frist ist zu knapp angesetzt, um zum Beispiel über Aktien oder sonstige Wertschriften Anlagen zu tätigen. Dazu bräuchte es einen längerfristigen Anlagehorizont. Wollen Sie dennoch relativ rasch eine Immobilie kaufen, müssen Sie sich alternative Geldquellen überlegen: Sind zum Beispiel Mittel der Pensionskasse oder der Säule 3a verfügbar? Beliebt und durchaus praktikabel sind im Weiteren Erbvorbezüge oder Schenkungen innerhalb der Familie.

Vielleicht haben die Eltern genügend Ersparnisse? Eine solche Finanzspritze kann als echtes Eigenkapital angerechnet werden, sofern es ausdrücklich kein rückzahlbares, verzinsliches Darlehen ist. Damit es später kein böses Blut gibt – vor allem in Familien mit mehreren Kindern – sollte ein Erbvorbezug bzw. eine Schenkung schriftlich festgehalten und korrekt geregelt werden. Bei späteren Erbteilungen oder Erbschaften sind solche Bezüge von Familiengeld natürlich vollständig anzurechnen.

Sparen mit Säule 3a

Anders liegt der Fall, wenn Sie das Ziel «Immobilie kaufen» längerfristig anpeilen (Variante 2). Sind Sie erst 25, planen die Gründung einer Familie und erachten es als Traum, später Wohneigentümer zu werden? Hier gilt das Motto: Je früher und planmässiger Sie mit Sparen anfangen, umso eher werden Sie Ihre Wohnträume verwirklichen können. Ein in der Schweiz privilegiertes Sparinstrument ist die Säule 3a: Wer ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt, kann grundsätzlich davon Gebrauch machen. Die jährlichen Einzahlungen in die Säule 3a sind vom steuerbaren Einkommen voll abziehbar. Sie profitieren also doppelt: Zum einen sparen Sie Geld für die Finanzierung von Wohneigentum bzw. tun etwas Sinnvolles für Ihre finanzielle Vorsorge, zum anderen sparen Sie Einkommenssteuern.

Wenn zum Beispiel ein junges Paar die jährlichen Einzahlungen voll ausschöpft, kommt bereits nach einigen Jahren eine stattliche Summe zusammen. Das gilt erst recht, wenn beide Partner jährlich den zulässigen Maximalbeitrag einzahlen. Die Mittel der Säule 3a sind im Rahmen der Wohneigentumsförderung flexibel für Wohneigentum einsetzbar (Kauf, Bau, später Amortisationen etc.). Auf dem Weg zu Ihrem Ziel «Immobilie kaufen» stellt die Säule 3a daher ein wichtiges Instrument dar!

Wer längerfristig fürs Eigenheim sparen will, kann sich auch von seiner Bank beraten lassen und beispielsweise einen Weg über die gängigen Anlageinstrumente (Aktien, Fonds, fest verzinsliche Anlagen etc.) einschlagen. Dabei gilt es das eigene Risikoprofil zu definieren und eine passende Anlagestrategie zu wählen. Ein Beispiel: Bei gegebener Risikofähigkeit und –bereitschaft und bei längerem Anlagehorizont können Sie freie Mittel in Aktien investieren. Wichtig ist natürlich immer auch, dass Sie von Anfang an eine realistische Vorstellung davon haben, in welcher Preisklasse Sie sich Wohneigentum leisten können.

Halten Sie Geld liquid!

Übrigens scheint der Aspekt des Sparens und der Reservebildung heute generell etwas zu kurz zu kommen. Auch für schon bestehende Haus- und Wohnungseigentümer ist Sparen eine wichtige Tugend. Finanzielle Reserven können sich als wichtig erweisen, wenn unvorhergesehene Reparaturen anfallen. Und weil der Zahn der Zeit an allen Gebäuden nagt, müssen eines Tages grössere Renovationen und Umbauten finanziert werden können. Gerade im Energiebereich steigen die Anforderungen laufend, und viele Gebäude sollten in den nächsten Jahren nachgerüstet und erneuert werden.

Oft diskutiert wird zum Beispiel die Frage, inwiefern eine Hypothek bei der Pensionierung und darüber hinaus finanziell tragbar ist. Wer sein Eigenheim auch im Ruhestand ohne finanzielle Sorgen geniessen will, muss öfters auch einen guten Sparplan ausarbeiten – und rechtzeitig umsetzen. Wer finanzielle Rücklagen bildet, hat damit mehr Spielraum:

  • Um allfällige Lücken in der Pensionskasse zu schliessen (aufgrund früherer Kapitalbezüge für Wohneigentum)
  • Um die Hypothek bei der Pensionierung auf ein vernünftiges, finanziell tragbares Mass zurückführen.

Tragbarkeitsrechnung

Im selben Mass wie die Hürden für die Eigenmittel gestiegen sind, müssen Sie auch die Anforderungen hinsichtlich Einkommen realistisch einschätzen. So verlockend es scheint – für die Tragbarkeitsrechnung einer Hypothek können Sie nicht mit den aktuell sehr tiefen Zinsen rechnen. Nach den üblichen Standards, an denen vorläufig nicht gerüttelt wird, müssen Sie den Kredit auch bei einem höheren Zins von fünf Prozent tragen können.

Die Banken und Aufsichtsbehörden halten an dieser Regel fest, um einen gewissen Sicherheitspuffer im Fall einer Trendwende bei den Zinsen zu schaffen. Die mit fünf Prozent Zins gerechneten Kosten, zuzüglich den Amortisationen und Nebenkosten, dürfen nicht mehr als ein Drittel Ihres verfügbaren Bruttoeinkommens ausmachen (Tragbarkeit). Wer also zum Beispiel eine Wohnung oder ein Haus für 800‘000 Franken kaufen will, muss ein Bruttoeinkommen von über 150‘000 Franken nachweisen.

Wollen Sie eine Immobilie kaufen, gilt auch unter diesem Aspekt das Motto: Zuerst richtig rechnen und gründlich planen, erst dann kaufen!

homegate.ch-Mietindex: März 2017

Zürich, 04.04.2017 – Im März 2017 sind die Angebotsmieten in der Schweiz um 0.09% gestiegen. Der Index Schweiz steht bei 114 Punkten.  Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Mieten um 0.35% gesunken.  Im Kanton Zürich steigen die Angebotsmieten gesamt um 0.09%.

Zu diesem Ergebnis kommt der homegate.ch-Angebotsmietindex, der vom Immobilienportal homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben wird. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

Veränderung in den Kantonen

In den Kantonen Zürich (0.09%), Bern (0.09%), Luzern (0.43%), Basel (0.18%), Aargau (0.09%) und Genf und Waadt (0.41%) sind die Angebotsmieten im März 2017 gestegen. Die Kantone Solothurn (-0.09%), Thurgau (-0.09%) und Tessin (-0.18%) verzeichnen einen leichten Rückgang.

Qualitätsbereinigung

Die Entwicklung der Angebotsmietpreise wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert. Der Vorteil dieser so genannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf homegate.ch abgebildet wird. Der homegate.ch-Angebotsmietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz.

Weitere Informationen sowie unsere aktuelle Grafik erhalten Sie hier